Viele Unternehmen freuen sich, wenn sie mit einem “sehr gut” der Stiftung Warentest für ihr Haarshampoo oder ihren Kindersitz werben können. Bei manchen Banken dürfte sich die Freude über die neueste FINANZtest-Untersuchung der Stiftung zum Thema Kreditberatung in Grenzen halten. Für die Dresdner Bank und die Santander Consumer Bank fällt das Urteil gar “mangelhaft” aus.

Getestet wurden 91 Filialen von 13 großen Kreditinstituten. Gewünscht wurde jeweils ein Ratenkredit über 5.000 Euro mit einer Laufzeit von 60 Monaten. Wegen der geringen Monatsrate ausdrücklich ohne eine teure Restschuldversicherung – sie treibt den effektiven Jahreszins beachtlich in die Höhe. Doch in nur etwas mehr als einem Drittel der Gespräche bekamen die Tester überhaupt ein Angebot ohne die in diesem Fall unnötige Versicherung unterbreitet.

Einige Banken legten noch einen drauf: Sie fragten ohne das Einverständnis der Test-Kunden deren SCHUFA-Daten ab – laut Datengesetz verboten. Und nicht nur das: Bei jeder Anfrage nach einem Kredit, die der SCHUFA übermittelt wird, erhöht der Computer das Ausfallrisiko und verschlechtert damit die Aussichten des Verbrauchers auf einen möglichst günstiges Darlehen. Wie gesagt: Nur durch die Anfrage. Dabei, so Warentest, stehe den Banken die unverfängliche SCHUFA-Anfrage “Kredikonditionen” zur Verfügung. Leider machte davon kein Bankmitarbeiter Gebrauch.

Einige Geldhäuser kamen insgesamt aber dennoch im Test “gut” weg: Commerzbank, Berliner Sparkasse und Postbank.




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